Offener Kreis

                               Er ist ein Kreis,

+ der jedem offen steht, in den jede und jeder eintreten kann.Punkte um einen "offenen Kreis"

+ der für Themen offen steht, die Christen interessieren, über die sie sich informieren, über die sie reflektieren sollten.

+ der es ermöglichen soll, in guter protestantischer Tradition, sich in die gegenwärtigen Diskussionen unserer Zeit in den unterschiedlichsten Diskursfeldern einzumischen.

+ der sich als Möglichkeit sieht, die Generationen der Kirchengemeinde zusammen zu bringen, einen Meinungsaustausch zwischen den Generationen zu ermöglichen und sich damit einer der großen Herausforderungen der aktuellen Gemeindearbeit zu stellen.

+ der den Reichtum der personellen Ressourcen herausstellt, über den die Gemeinde verfügt, sollen es doch oft Gemeindemitglieder sein, lokal, regional, die zu den ausgewählten Themen referieren. Auch dadurch erhöht die Kirchengemeinde ihre Attraktivität.

+ für den ein Vorbereitungsteam jährlich etwa sechs Veranstaltungen plant.

Das Programm trägt der Kirchenvorstand.

Programm 2017

Clara Schumann

Gudrun Steineck:

Ein Abend zu Clara Schumann

23. November, 19.30 Uhr, Gemeindesaal

 

"Wenn wir uns nur erst haben." Das ist immer wieder zu lesen in den Liebes- und Brautbriefen von Clara und Robert Schumann bis zum Jahr 1840, dem Jahr des Endspurts auf dem langen Weg zueinander. Sie trat 1828 als Neunjährige zum ersten Mal öffentlich und sehr erfolgreich im Leipziger Gewandhaus auf. Clara spielte vor Goethe und mit Paganini und Liszt in zahlreichen deutschen Städten und in Wien. "Eine glückliche Frau in Deinem Haus sollst Du werden", schrieb ihr Robert und meinte eine glückliche Hausfrau. Es folgten neun Niederkünfte in dreizehn Jahren und damit große Einschränkungen für die vor großem Publikum auftretende und mit Ovationen und Blumen überschüttete Pianistin. Und doch bleibt in allen Schwierigkeiten dieser Künstlerehe in den mehr als fünfhundert Briefen ein unvermindert inniger, liebevoller Ton zwischen den beiden.

 


 

Theodor StormJürgen Eltzschig:

Theodor Storm zum 200. Geburtstag

28. September, 19.30 Uhr, Gemeindesaal

 

Freuen Sie sich auf einen Abend, an dem an den Geburtstag Storms vor 200 Jahren erinnert wird. Die politische Entwicklung und die Landschaft Schleswig-Holsteins prägten Storms Leben und sein dichterisches Schaffen. Beispiele seiner aus persönlichem Erlebnis erwachsenen Erkenntnislyrik und den oft schwermütigen Erzählungen und Novellen, von denen "Immensee" und "Der Schimelreiter" die bekanntesten sind, werden die Bedeutung Storms für die deutsche Literatur aufzeigen. Manche werden auch ihren Kindern schon den "kleinen Häwelmann" oder "Pole Poppenspäler" vorgelesen haben und sich nun wieder daran erinnern.

Storm hat ein bewegtes Leben hinter sich, mit vielen abgebrochenen Beziehungen und Aufbrüchen, die u. a. seinem politischen Engagement geschuldet waren.

 


 

Christoph Teichner:

Zum 250. Todestag: Georg Philipp Telemann: ein Prtrait-Musical

am 22. Juni um 209 Uhr im Gemeindesaal

Georg Philipp Telemann galt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts neben Georg Friedrich Händel als berühmtester Tonsetzer Europas. Nicht zuletzt durch seinen Geschäftssinn und seine eigene Verlegertätigkeit gefördert, fanden seine Werke in allen europäischen Musikzentren immensen Absatz. Die Stadt Leipzig wollte als Nachfolger des verstorbenen Thomaskantors Kuhnau unbedingt Telemann gewinnen. Erst als dieser ablehnte, da er in seiner bisherigen Anstellung in Hamburg eine üppige Gehaltserhöhung ausgehandelt hatte, wählten die Leipziger Johannn Sebastian Bach. Telemann verblieb in Hamburg und schuf dort bis ins hohe Alter eine unglaubliche Anzahl an Kompositionen.

Teichner studierte an der Musikhochschule in München, spielt Cembalo und Traversflöte und hat jetzt einen besonderen Lehrauftrag an der Universität Augsburg und möchte Einblicke in Leben und Werk von Georg Philipp Telemann geben.

Begleiten Sie uns auf einem Streifzug durch sein Leben, umrahmt durch Kammermusik auf historischen Instrumenten. (Steineck)

 


 

 

Frank Steinbeck:

Eine runde Sache - Ein Abend zum Geburtstag des Fahrrads

6. Juli um 19.30 Uhr im Gemeindesaal

 

Am 12. Juni 1817 rollte Karl Freiherr von Drais ein paar Kilometer von Mannheim in Richtung Schwetzingen auf einem Gefährt names Draisine oder Laufmaschine. Der Vorläufer des Fahrrads war geboren. Die Erfindung ist revolutionär. Auf dem gesamten Kontinent wird über die Jungefernfahrt berichtet. Heute, nach zweihundert Jahren, widmet das Deutsche Museum im Verkehrszentrum dem beliebten Fortbewegungsmittel eine Sonderschau. Die Marktgemeinde Murnau wurde gerade ins Netzwerk der fahrradfreundlichen Kommunen aufgenommen, noch viel ist zu leisten um die Anforderungen einer Mitgliedschaft zu erfüllen. Anlass also genug, sich mit der runden Sache zu beschäftigen, damit sie wirklich rund wird. Eingeladen haben wir Dr. Frank Steinbeck, den Kurator der Ausstellung in München. Er wird für einen runden Abend sorgen.

Betrachten Sie das Foto aus dem Jahr 1895, in den USA aufgenommen, von der mantana state university uns zur Verfügung gestellt. Vier Frauen reparieren ein Fahrrad. So haben sich nicht nur in Amerika die Zeiten geändert. Die Wahl des Verkehrsmittels hat inzwischen eine weltanschauliche Brisanz bekommen. Warum eigentlich?

Dieter Kirsch

Vier Frauen reparieren ein Fahrrad

 

 


 

Vom Glück die Blindheit zu ertragen

Unter diesem leicht veränderten Konfuziuszitat organisiert die evangelische Kirchengemeinde Murnau ein Projekt zur Arbeit im Ehrenamt mit Blinden.

 

Sonntag, 14. Mai 2017, 11.00 Uhr

Kino im Griesbräu

 

Mein Blind Date mit dem LebenSali, der junge Angestellte, rennt die sechs Stufen einer Hoteltreppe hoch. Vier, fünf, sechs, zack! Er knallt der Länge nach auf den Boden, es waren doch sieben Stufen. Die Szene zeigt zweierlei: Sali wußte nicht, wie viele Stufen vor ihm liegen, weil er nicht sehen kann. Er hat eine große Perfektion darin entwickelt, diesen Zustand vor seiner Umgebung zu verbergen. Sali aber will unbedingt Hotelier werden, will seinen Traumjob nicht aufgeben. Er tritt eine Ausbildung an, ohne offenzulegen, dass er fast nichts sehen kann.

Die Filmkomödie beruht auf der Autobiographie eines Mannes, der seine Blindheit geheim gehalten hat. Der Film, seit Januar 2017 in deutschen Kinos, befindest sich zur Zeit auf Platz 11 der erfolgreichsten Filme des Jahres.

 

Donnerstag 18. Mai 2017, 11.00 Uhr

Gemeindehaus der Christuskirche Murnau, Kellerstraße

 

Begleiter auf allen WegenAus der Arbeit im Ehrenamt mit Blinden

Otto Kersten, Inge Gollwitzer und Bernhard von Huene berichten von ihrer Arbeit im Aura-Hotel als Begleiter von Blinden und Sehbehinderten.

 

Montag, 22. Mai 2017, 16.00 Uhr

Treffpunkt Volksfestplatz

Wir bilden Fahrgemeinschaften für eine Exkursion ins Aura-Hotel, Kur- und Begegnungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Saulgrub, Alte Römerstraße 41-43.

Deutschlandweit gibt es nur zwei vergleichbare Häuser.

16.30 Uhr Führung durch das Haus und seine Bibliothek. 18.00 Uhr Brotzeit. 19.00 Uhr Klavierabend mit Pianistin und Richard-Wagner-Stipendiatin Theresia Renelt im Labersaal des Aura-Hotels.

Telefonische Anmeldung unter 08841-1267 oder als Mail an pfarramt@murnau-evangelisch.de.

 


 

 

Wie gefährdet ist unsere Demokratie

 

Donnerstag, 23. März 2017
19.30 Uhr im Gemeindehaus der Christuskirche Murnau, Kellerstr.12

 


Jeder Zweite hadert mit der Demokratie, ist mit der Staatsform unzufrieden, trotz wirtschaftlich guter Lage. Die Zahl der Unzufriedenen stieg seit 2001 von 22 auf 48 Prozent, die der notorischen Nichtwähler zwischen 2010 und 2016 von 9 auf 18 Prozent. Die Zahlen liefert eine jüngst vorgelegte Studie der Hanns-Seidel-Stiftung. Schauen wir über Bayern hinaus, nach Polen, Ungarn,
in die Türkei, in die Niederlande, in die USA. Selbst in etablierten Demokratien haben autoritäre Ideen eine lange Tradition. Darum wird es Zeit, gerade jetzt mehr über die Republik und weniger über Demokratie zu reden. Und darüber, was das für die Zukunft Europas bedeutet.
Demokratie, die Herrschaft des Volkes: am liebsten hätte jeder immer noch etwas mehr Demokratie,
am besten direkte Volksentscheide zu wichtigen politischen Fragen.
Nun steht aber im deutschen Grundgesetz nicht, dass das Volk die Macht ausübe, sondern nur, dass alle Macht vom Volk ausgehe. Wir leben in einer Republik und Republiken sind so geordnet, dass Macht nirgends konzentriert ist. Das republikanische Leitprinzip ist die Gewaltenteilung, also die Vervielfältigung, Teilung und Streuung der Macht zwischen Volk und Regierung und Parlamenten und Gerichten und Bundesstaaten. Was das für uns bedeutet, auch wie wir weiter in einem freien und einigen Europa leben können, dem wollen wir uns an diesem Abend nähern, der uns zu einer republikanischen Elementarlehre führen soll.
Als Wegbegleiter konnten wir Jens-Christian Rabe gewinnen, Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Zuletzt erschien von ihm „Agieren, reagieren, abreagieren – Ein Versuch über Hass als populäre Kunst“.


Jens-Christian Rabe
Die Demokratie kann sich nicht selbst verteidigen
Überlegungen zu einer republikanischen Elementarlehre

 


 

Rudolf Herfurtner: Magdalena, Himmelstürmerin

Lesung und Gespräch

 

In welchen Himmel stürmt sie, diese Magdalena Reinprecht aus Jüterbog? Gerade ist ihr Vater im Bergwerk verunglückt. Mit ihm ihr kleiner geliebter Bruder. Statt einen Arzt zu bezahlen mit der kleinen Abfindung des Bergwerks kauft ihre Mutter bei Tetzel einen Ablassbrief. Vergebens. Die seelisch und körperlich gebrochene Mutter kann die kleine Kate nicht mehr halten, Magdalena muss zu ihrer Tante, der Schwester ihres Vaters nach Wittenberg. Dort trifft sie Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen und hört von Luther, bei dem Veit Theologie studiert. Ein anderer Himmel öffnet sich über Magdalena. Luthers Gedanken ermutigen sie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Eine gefährliche Entscheidung.

Der vielfach ausgezeichnete Autor Herfurtner greift tief in die Zeit um 1517 und beschreibt spannend und detailreich die Umwälzungen zur Zeit der Reformation. Er wählt dabei als Perspektive der Erzählung die einer weiblichen Heldin, weil an ihr die damaligen Beschränkungen und Veränderungen besonders gut sichtbar werden. Ein historischer Roman, aber voller Aktualität.

 

Donnerstag, 9. Februar

19.30 Uhr

Gemeindesaal

 


 

Magdalena, Himmelstürmerin

Theateraufführung

 

Nur zehn Tage später können wir dann eine Dramatisierung des Romans in St. Nikolaus besuchen.

Dieter Kirsch hat sie geschrieben und inszeniert, Wilko Ossoba steuert die Orgelmusik dazu. Als Mash-up-Theater können Sie in einen literarisch-musikalischen Himmel stürmen.

 

Sonntag, 19. Februar

18 Uhr

St. Nikolaus

 


 

 

Gunther Wenz: Luthers Disput mit Erasmus von Rotterdam

 

1525 war für Martin Luther ein in mehrfacher Hinsicht schwieriges Jahr: er heiratete, wurde in die Wirren der Bauernkriege verstrickt und geriet in Streit mit dem Humanistenfürsten Erasmus von Rotterdam. Erasmus hatte für die Freiheit des menschlichen Willens auch im Verhältnis zu Gott plädiert; vom Reformator wurd dies vehement bestritten, wie seine Schrift "De servo arbitrio" (Vom geknechteten Willen) beweist. Prof. Wenz wird in seinem Vortrag die sachlichen Hintergründe der Auseinandersetzung aufhellen und dabei Einblick geben in das erasmische Gesamtwerk, insbesondere auch in sein köstliches "Lob der Torheit".

 

Donnerstag, 26. Januar

19.30 Uhr

Gemeindesaal

 

 


Rückschau 2016

 

  1. Augenblick mal
  2. Über die Sorge um das gemeinsame Haus
  3. Max Reger zum hundertsten Todesjahr
  4. Brigitte Robeck: Franz Marc
  5. Fahrt ins Franz Marc Museum
  6. Entwicklungen der Tora
  7. Jan Hus

 

 

Rückschau 2015

  1. Prof. em. Dr. Gunther Wenz
  2. Das Konzil von Konstanz
    Ein Ereignis, das die Welt veränderte
  3. Prof. Dr. Dorothea Sattler,
    Leben wollen und sterben müssen
    Biografische Zugänge zur Bedeutung des Todes für die menschliche Existenz
  4. Jürgen Eltzschig, Matthias Claudius
    Der Mond ist aufgegangen
  5. Lovis Corinth „Das Hohe Lied“
  6. Gudrun Steineck, Christoph Garbe undder Chor der evangelischen Kirchengemeinde Murnau
    Johann Sebastian Bach, der fünfte Evangelist
  7. Edith Öxler
    Wenn das Leben langsam anders wird

 

Rückschau 2014

  1. Jürgen Gergov & Dieter Kirsch
    Und auf einmal steht es neben dir
    Joachim Ringelnatz zum 80. Todestag
  2. Karikaturen in der Kirche
  3. „Narren soll man nicht über Eier setzen.“
    Günther Beckstein dazu, ehemals Innenminister, 
  4. Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht                                               Edgar Reitz in Murnau
  5. Hildegard von Bingen
  6. Was ist ein Muslim?
    Antworten des Islambeauftragtender bayerischen Landeskirche
    Dr. Rainer Oechslen

 

Rückschau 2013

  1. Warum wurden Sie gewählt?
  2. Klaus Barthel, Mitglied des Deutschen Bundestages, Dr. Klaus Goppel und Florian Streibl, beide Mitglieder des Bayerischen Landtages,
  3. "Ich habe euch kein Frauengeschwätz geschrieben“
  4. Was wir von Argula von Grumbach lernen können
  5. Der Islam als Anfrage an meinen Glauben 
  6. Ethik in der Medizin - Vom Umgang
    mit den Grenzen des Lebens
  7. Aus dem Leben eines Klinikclowns

 

 

Rückschau 2012

  1. Amalie + Gustav Mahler Gudrun Steineck + Hans-Peter Schäfer
  2. Jugend im 21. Jahrhundert (AT) Andreas Fach m.a.
  3. In Allahs Hand 
  4. Das Phänomen Terrorismus
  5. In Allahs Hand – eine nostalgische Orientreise
  6. Von Gott und den Menschen – Was ist Rechtfertigung?
  7. Lebensmittelklarheit, was essen wir 

 

Rückschau 2011

  1. Über Gott und die Welt
  2. Ostern - Das Urdatum des Christentums
  3. Der Schein trügt
  4. Gott hat mir ein Lachen zugerichtet

 

Rückschau 2010

  1. Johann Peter Hebel zu seinem 250. Geburtstag
  2. Ökumenischer Friedensdienst für Palästina und Israel
  3. Einstimmung auf der Ökumenischen Kirchentag 12.-16.05. München
  4. Christsein in China
  5. Kurt Tucholsky
  6. Projekt Heimat
  7. „...damit Geld dient und nicht regiert!“

 

Rückschau 2009

  1. Alois Prinz: Der erste Christ
  2. Albert Bischeltsrieder: Kriminalität im Internet
  3. Gudrun Steineck: Spuren der Sehnsucht folgen
    Die Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn
  4. Hugo von Hofmannsthal
  5. Königin und wilde Frauen; Bilder einer neuen Weiblichkeit
  6. Das Chak-e-Wardak Hospital, ein Hilfsprojekt in Afganistan
  7. Besuch im Kloster bernried
  8. Ora et labora - Spiritualität der Klöster

 

Theaterfahrt

 

 

Woyzeck/Wozzeck

 

 

 

Wir haben 20 Eintrittskarten reserviert. Sie werden in der Reihenfolge des Eingangs von 20 Euro, bar auf dem Pfarramt abgegeben oder überwiesen auf das Konto des Pfarramtes 104471 bei der Sparkasse Murnau, BLZ 70351030 verteilt. Mit den zwanzig Euro sind Eintritt und Fahrt abgedeckt. Einen kleinen Fehlbetrag übernimmt die Kirchengemeinde.

 

Wir fahren am 20. Oktober, einem Sonntag, mit dem Zug um 17. 31 Uhr nach München und dann weiter mit der S-Bahn zum Marienplatz, um dann zu Fuß in zehn Minuten in den Kammerspielen in der Maximilianstraße zu sein. Zurück geht es mit dem Zug 23. 33 Uhr ab München. Eine Stunde später sind wir wieder in Murnau.

 

 

Barbara Wysocka inszeniert Georg Büchners „Woyzeck“ mit den Mitteln von Alban Bergs Oper. Darum der Doppeltitel „Woyzeck/Wozzeck“. Da das ganze im Werkraum der Kammerspiele in München stattfindet ist das Orchester der Oper auf drei Instrumente reduziert: Bratsche, Celesta, Schlagwerk. Die Wahl der Instrumente macht deutlich, dass Bergs Töne hier dazu dienen, eine psychotische Atmosphäre auszumalen, einen Ausdruck zu liefern einer geschundenen Seele in einer brutalen Welt.

 

Die Theaterfahrt steht im Zusammenhang mit einer Veranstaltung des Offenen Kreises zum zweihundertsten Geburtstag von Georg Büchner. Das Theatererlebnis soll unser Büchnerverständnis vertiefen.
 

Das geschieht dann am 21. November in unserem Gemeindehaus in Murnau.

Dieter Kirsch

 

 

Murnauer Kunst- und Kulturnacht

 

Vom Keller in den Kirchenraum - Graffiti-Ausstellung in der Christuskirche

 

Graffitis im Jugendraum, das ist nahezu selbstverständlich. Graffitis werden rasch mit Jugendlichen zusammengedacht. Sie illustrieren ihre Welt, ihre Möglichkeit, sich auszudrücken, sich abzureagieren, die Stimmung zu verbessern, ein Gruppengefühl zu schaffen. Sie drücken auch ihren Protest aus, zeigen ihre ganz andere Sprache.

 

Graffitis aber in der Kirche, gewissermaßen aus dem Kellerraum nach oben gebracht, wird das die Geister scheiden? Graffiti, dieser Vandalismus, als Kunst präsentieren? Zwei Jugendlichen hat die evangelische Kirchengemeinde die Gelegenheit gegeben, ihr Verständnis von Graffiti als Kunstform in der Christuskirche auszustellen.

 

Vom 25. September bis zum 7. Oktober zeigen Hugo Thorday und Michael Specht, was sie aus dem Angebot haben machen können. Was die Marktgemeinde mit MurnauMiteinander als Street Art Galerie begann, das setzt die Kirchengemeinde nun fort: Einen Dialog über Kunst und ihre Zeichen, einen Dialog zwischen den Generationen.

In der Kunstnacht nutzt eine Projektband der Kirchengemeinde das Dekor der Graffitis: Sie bietet einen Dialog der Musikstile, der Instrumente, der Spieler. Echtes musikalisches Crossover.